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Naturdenkmal ND-06606 auf Flur der Gemeinde Mertingen, im Landkreis Donau-Ries, Bayern. Ursprünglich 3 mächtige alte Eichen, starb die älteste und mächtigste mit einem Stammumfang von ca. 5,15 m ab den 1980iger Jahren stetig ab und war trotz Bemühungen nicht zu retten. Die Entscheidung war dann, dem Baum seinen Frieden zu lassen und einen würdigen Baumtod zu ermöglichen. Mit Stand 2017 liegt der Grundstamm mitsamt Wurzeltellerrest neben den beiden noch vitalen Schwestern - Stammumfang beträgt ca. 4,85 bzw. 3,65 m - als beeindruckendes Anschauungs- und Haptikobjekt. Beim Entfernen der Toteiche entstand eine große Wurzeltellermulde, die als Anschauungsobjekt belassen ist und zwischenzeitlich wieder begrünt. In unmittelbarer Nähe der historischen Galgeneichen stehen bereits Nachpflanzungen aus den vergangenen Jahrzehnten. Unter der westlichen Alteiche lädt eine Bank zum Verweilen ein.

Die Eichen sind eine nachgewiesene Hochgerichts-Hinrichtungsstätte der ehemaligen Reichsvogtei Werd - heute Donauwörth -, deren Hauptort Merdingen das heutige Mertingen war. Die Zuständigkeit betraf Schwerverbrechen wie Mord, Notzucht, Brandstiftung oder Diebstahl im Bereich der Reichsvogtei.

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