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Shortcut: COM:FOP

Freedom of Panorama in Europe.svg
Panoramafreiheit in den Ländern Europas
   OK, inkl. öffentliche Innenräume
   OK
   OK nur für Gebäude
   Nicht OK
   Öffentliche Innenräume sind ok, aber Schulen, Opergebäude, Eingangshallen von Unternehmen und Museen sind nicht öffentliche Plätze für diesen Zweck des niederländischen Rechts, während Bahnhöfe es in diesem Falle sind.
   unbekannt

In almost all countries, art, architecture, and other works are protected by copyright for a specified period. That means any photograph taken of such a work during the copyright period is a derivative work, provided (under US law) that the photograph displays the quantum of originality required for copyright protection of a derivative work.

A derivative work usually requires a license from the creator of the work. However, in some countries there is an exception in copyright law which eliminates the need for a license. We call this exception freedom of panorama (FOP), a phrase derived from the German term Panoramafreiheit.

The works to which the FOP exception applies vary widely from country to country. The exception generally applies only to works on permanent public display. In some countries, this is only in outdoor public places; in others it extends to indoor places where admission is charged. It may cover only architecture, only architecture and sculpture, or all copyrightable works including literary works.

Note that in every country, even one without an FOP exception, once a work goes out of copyright it may be freely photographed. Also, the exception does not eliminate the need for a license from the photographer.

Contents

Rechtsstellung

Gebäude und Skulpturen als Kunstwerke

 
[pl], the author of the work depicted in the photograph is Grzegorz Sadowski.

Jedes Gebäude und jede Skulptur, die wir in unserer Nachbarschaft sehen, steht unter dem Urheberrecht, sofern künstlerische Kreativität angewandt wurde. Die Berner Konvention drückt es in Artikel 2-1[1] so aus: „Der Ausdruck «literarische und künstlerische Werte» soll […] Zeichungen, Gemälde, Architektur, Skulpturen, Stiche und Lithografien einschließen[2]

Üblich ist, dass die Urheberrechtsgesetze solch ein Objekt ausdrücklich als behandeltes Thema nennen. Das wurde in nationales Recht übernommen (zum Beispiel in das US Copyright Law in §102-8).

The owners of buildings should not be assumed to hold the copyright of their buildings. For this reason, in countries without freedom of panorama, Wikimedia Commons requires proof of copyright release from the copyright holder when hosting any images of those buildings. If the owner of a building uploads an image to Commons, presume that they do not own the copyright. Ask them to provide either proof of copyright transfer from the architect to them, or otherwise, ask them to direct the architect to apply a Commons-compatible license to the image.

Rechtsstellung von Bildern

Artikel 9 der Berner Konvention[3] sagt ausdrücklich:

  1. Von dieser Konvention geschützte Autoren literarischer und künstlerischer Werke sollen das ausschließliche Recht für die Genehmigung der Wiedergabe dieser Werke in jeglicher Art und Weise innehaben.
  2. Es soll Angelegenheit der Gesetzgebung in den Ländern der Union sein, die Wiedergabe solcher Werke in bestimmten Spezialfällen zu genehmigen, sofern so eine Wiedergabe nicht einer normalen Verwertung der Arbeit widerspricht und nicht die legitimen Interessen des Autoren unangemessen beeinträchtigt.
  3. Jede Schall- oder Bildaufnahme soll als Wiedergabe in Sinne dieser Konvention angesehen werden.

Das wurde zum Beispiel in §106 des US Copyright Law und entsprechendes Nationales Recht übernommen.

Gemäß der Urhebergesetze ist:

Das Aufnehmen von Bildern eine Wiedergabe, die theoretisch vom Architekten autorisiert werden muss, wenn das Wiedergaberecht nicht Teil des nationalen Rechts ist. Das gilt so für jede abgeleitete Arbeit, die auf irgend einem künstlerischen Werk basiert.

Fotografien von Gebäuden

Die Fotografie eines Gebäudes oder der Ansicht einer Stadt oder eines Dorfes bildet unweigerlich einige Teile von Architektur oder auch Skulpturen ab. Die Fotografie mag eigene schöpferische Anteile haben oder auch nicht, die es zu einer eigenständigen Arbeit machen, aber der Inhalt dieser Arbeit hängt klar von den Inhalten der Arbeiten ab, die darauf abgebildet sind. Im Fall einer solchen Abhängigkeit wird die Fotografie als abgeleitete Arbeit angesehen.

Diese Einschränkung für Gebäudefotografien wird oft durch eigene Klauseln für Fotografien oder Bilder von Gebäuden an öffentlichen Orten abgeschwächt. Diese Klausel wird jedoch nicht immer ausdrücklich in nationalen Gesetzen genannt.

Choice of law

The question of what country's law applies in a freedom of panorama case is an unsettled issue. There are several potentially conflicting legal principles, any of which might be used to determine the applicable law (see Choice of law). The law used is likely to be one of the following: the country in which the object depicted is situated, the country from which the photograph was taken, or the country in which the photo is used (viewed/sold). Because of the international reach of Commons, ensuring compliance with the laws of all countries in which files are or might be reused is not realistic. Since the question of choice of law with regard to freedom of panorama cases is unsettled, current practice on Commons is to retain photos based on the more lenient of the country in which the object is situated and the country in which the photo is taken. For example, North Korea has a suitable freedom of panorama law, while South Korea's law, limited to non-commercial uses, is not sufficient for Commons. As a result of the practice of applying the more lenient law, we would generally retain photos taken from North Korea of buildings in South Korea (e.g., File:Joint Security Area from North Korea.jpg) as well as photos taken from South Korea of buildings in North Korea (e.g., File:070401 Panmunjeom3.jpg).

Hochladen von Bildern zu Commons, die unter der Panoramafreiheit stehen

Wenn Bilder zu Commons hochgeladen werden, die Gegenstand der Panoramafreiheit sind, sollen sie bitte mit der {{FOP}}-Vorlage markiert werden, die Hinweise zum urheberrechtlichen Status der Arbeit enthält und die Bilder in eine Kategorie mit Bildern einordnet, die Gegenstand dieser Bestimmungen sind. Wenn das Land, in dem die Bilder aufgenommen wurden, solche Regelungen nicht kennt oder die Nutzung der Bilder nur für nichtkommerzielle Zwecke erlaubt, können sie nicht unter eine Lizenz gestellt werden, die mit Commons:Lizenzen kompatibel ist, und müssen gelöscht werden. Löschanträge möchten bitte auf Commons:Löschanträge gestellt werden.

For images of artwork that are covered by Freedom of Panorama in the country where the photo was taken, the {{Not-free-US-FOP}} template can be included to advise reusers that the US (where Commons is hosted) has no Freedom of Panorama provisions for artwork and that the image might not be freely reusable in the US. This template should not be used for images that only show architectural works, which are covered by US Freedom of Panorama provisions.

Spielarten der Panoramafreiheit

Wir diskutieren hier den Fall der Rechtsprechung in Deutschland. Hier der Inhalt von §59 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) Deutschlands:

  1. Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.
  2. Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werden.

englische Übersetzung von §59 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) Deutschlands

Veröffentlichung von Reproduktionen

Der Artikel oben erlaubt, Fotografien, die an öffentlichen Orten aufgenommen wurden, zu vervielfältigen und zu veröffentlichen. Es versteht sich, dass das die kommerzielle Veröffentlichung einschließt.

Öffentliche Orte

Die Gesetze Deutschlands erlauben Fotografen, Ansichten aufzunehmen, die von öffentlich erreichbaren Orten einsehbar sind. Das schließt private Wege und Parks mit öffentlichem Zugang ein. Es schließt jedoch nicht Bahnhöfe oder Bahnsteige ein. Das Bild muss von einem öffentlich erreichbaren Ort aus aufgenommen werden. Es ist nicht erlaubt, ein Bild eines solchen Gebäudes von einem privaten Gebäude oder einem Helikopter aus aufzunehmen.

In anderen Ländern sind diese Einschränkungen manchmal weniger strikt. Zum Beispiel erlaubt das Recht Australiens, Österreichs, Großbritanniens, Mexikos und Indiens, Bilder von öffentlich zugänglichen Gebäudeinneren aufzunehmen.

Permanent versus zeitweise

Die ausgestellten Objekte müssen permanent ausgestellt sein. Wenn eine Arbeit an einem öffentlichen Ort nur zeitweise gezeigt wird, muss man sich gegebenenfalls die ausdrückliche Genehmigung zur Aufnahme bzw. Veröffentlichung des Bildes einholen.

Ob eine Arbeit an einem öffentlichen Ort permanent installiert ist oder nicht, ist keine Frage der tatsächlichen Zeitdauer, sondern eine Frage der Absicht zur Zeit der Aufstellung. Wenn sie mit der Absicht an den Ort verbracht wurde, sie an dem öffentlichen Ort für alle Ewigkeit zu belassen oder wenigstens für die volle natürliche Haltbarkeit der Arbeit, dann gilt das als „permanent“.

Eine Skulptur wird üblicher Weise mit der Absicht aufgestellt, sie an ihrem Ort für eine unendliche Zeit zu belassen. Wenn es jedoch von Anfang an klar war, dass sie dort — sagen wir für drei Jahre — belassen wird und danach in ein Museum kommt, dann war die Aufstellung nicht „permanent“. Wenn eine Skulptur andererseits mit Absicht platziert wird, sie dort „Open End“ zu belassen, sie dann aber wegen neuer Baupläne einige Zeit später entfernt wird, dann bleibt die Platzierung „permanent“, auch wenn die Skulptur letztendlich weggeschafft wurde.

Auch schnell zerfallende Arbeiten können somit permanent sein und folglich unter die Panoramafreiheit fallen. Straßenmalerei, Eis-, Sand- und Schneeskulpturen halten selten mehr als ein paar Tage oder Wochen. Wenn sie für ihre natürliche Haltbarkeitszeit an einem öffentlichen Ort bleiben, werden sie trotzdem als „permanent“ angesehen. Wenn aber zum Beispiel eine Eisskulptur nur für ein paar Stunden ausgestellt wird und dann an einen kalten Lagerplatz verbracht wird, dann könnte sie nicht als „permanent“ platziert angesehen werden.

Architektur versus Skulptur

Das Recht Deutschlands erlaubt das Fotografieren von Gebäuden und Skulpturen. Die Lage in der Vereinigten Staaten ist anders. → Abschnitt Vereinigte Staaten

Musik, Literatur und anderes

Manchmal sind literarische Arbeiten Teil einer Skulptur oder wird auf einer öffentlich einsehbaren Plakette präsentiert. Es besteht gemeinhin Einvernehmen, dass die Präsentation dieser Arbeiten unter die Panoramafreiheit fallen.

Anerkennung der Quellen

Das Urheberrecht verpflichtet üblicher Weise den Fotografen seine Fotografie mit Angaben zu versehen. Das bedeutet im Allgemeinen, dass man eine Beschreibung des dargestellten Objekts und seiner Autoren zur Verfügung stellen muss. Man kann jedoch von dieser Pflicht befreit sein, wenn die Autorenschaft schwierig zu ermitteln ist. Das Urheberrecht Deutschlands sagt beispielsweise in §62, dass der Fotograf keine Angaben machen muss, wenn sie nicht klar ersichtlich am abgebildeten Objekt angebracht wurden.

Recht auf Modifizierung

Die Panoramafreiheit ist auf die Aufnahme von Bildern tatsächlicher Objekte beschränkt. Im Allgemeinen ist die Modifizierungsfreiheit solcher Bilder beschränkt. Der §62 im Urheberrecht Deutschlands verbietet zum Beispiel jegliche Modifikationen, bis auf die technisch notwendigen, abhängig von der Wiedergabetechnik.

Weitere abgeleitete Arbeiten

Eine auf eine Fotografie basierende abgleitete Arbeit ist meistens zudem eine vom dargestellten Objekt abgeleitete Arbeit. Die Panoramafreiheit schließt üblicher Weise die Weitergabe des Autorisierungsrecht für die abgeleitete Arbeit nicht ein. Der Autor einer Fotografie nur für den eigenen kreativen Beitrag an der Arbeit das Recht, von seiner Fotografie abgeleitete Arbeiten zu autorisieren. Er hat jedoch nicht das Recht abgeleitete Arbeiten zu autorisieren, die sich vor allem auf das das originale Objekt beziehen.

Bilder von gemeinfreien Objekten

Gemeinfreie Objekte („Public Domain“-Objekte) sind nicht vom Urheberrecht geschützt, darum können Objekte dieser Art frei fotografiert werden und die Bilder können sowohl lizenzfrei als auch kommerziell veröffentlicht werden, so weit es das Urheberrecht angeht. Allerdings mag es vertragliche oder andere Beschränkungen der Bildaufnahme geben, insbesondere bei Privateigentum. Darüber hinaus können Bilder von gemeinfreien Objekten frei verändert und abgeleitete Werke frei entwickelt werden. Alte Gebäude und Statuen beispielsweise, deren Architekten oder Künstler seit mehr als einer (länderunterschiedlich) festgelegten Anzahl von Jahren verstorben sind, sind gemeinfrei.

Situation in verschiedenen Ländern

Dieser Abschnitt enthält detailliertere Angaben der rechtlichen Situation der Panoramafreiheit in verschiedenen Ländern und Regionen. Dies ist keine Rechtsauskunft, sondern nur eine Darstellung zu Informationszwecken.

Karte

Übersicht

Panoramafreiheit (nach land)
Land Kommerzielle benutzung Gebäude 3d Kunst 2d Kunst Text Öffentliche innenräume
Albanien ?
Algerien [4]
Angola [5]
Argentinien ?
Armenien ?
Australien [6]
Österreich
Belgien ?
Brasilien ?
Brunei [6] ?
Bulgarien
Kanada [6]
China
Tschechien ?[7]
Dänemark
Finnland
Frankreich
Georgien
Deutschland
Ungarn
Indien [6]
Israel ?
Italien
Japan ?
Malaysia
Mexiko ?[8] ?[9] [10]
Neuseeland [6]
Norwegen
Polen ?
Portugal [5]
Singapur [6]
Spanien ?
Schweden [11]
Schweiz ?
Russland ?
Vereinigtes Königreich [6]
Vereinigte Staaten
Notes
  1. http://www.wipo.int/treaties/en/ip/berne/trtdocs_wo001.html
  2. “The expression "literary and artistic works" shall include […] works of drawing, painting, architecture, sculpture, engraving and lithography”
  3. Text der Berner Konvention
  4. With the exception of museums and art galleries.
  5. a b Limited to locais/lugares públicos (public locations)
  6. a b c d e f g "Works of artistic craftsmanship" are OK, "graphic works" are not – see United Kingdom section for commentary.
  7. Limited to verejná prostranství (public spaces), the listed examples do not include interiors but they are not excluded explicitly.
  8. The Mexican law only mentions that artists don't receive payment and doesn't explain if use for commercial purposes is possible. It is supposed that it's possible.
  9. The Mexican law doesn't have a position on this use.
  10. Due to the Mexican law not mentioning what public means, it's supposed that it's also possible.
  11. Does not include artworks.


Die folgenden länder haben keine Panoramafreiheit (oder nur auf nichtgewerbliche zwecke beschränkte Panoramafreiheit):
Afghanistan, Andorra, Aserbaidschan, Bahrain, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Burkina Faso, Kambodscha, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Costa Rica, Estland, Äthiopien, Frankreich, Gambia, Georgien, Griechenland, Island, Indonesien, Iran, Irak, Italien, Elfenbeinküste, Jordanien, Kasachstan, Kosovo, Kirgisistan, Lettland, Laos, Libanon, Libyen, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Mali, Mongolei, Montenegro, Marokko, Mosambik, Namibia, Nepal, Oman, Philippinen, Katar, Rumänien, Saudi-Arabien, Senegal, Slowenien, Südafrika, Südkorea, Sri Lanka, Sudan, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate, Usbekistan, Vatikanstadt, Sambia

Consolidated rules

Click on the links to the right to see consolidated freedom of panorama rules for all countries in each broad region. The lists include countries for which rules have yet to be defined.

Verknüpfungen

The shortcuts below lead to sections giving freedom of panorama rules for each country, where available. If no freedom of panorama rules have been defined for a country, the shortcut leads to the page giving copyright rules for the country.

Siehe auch

Bibliografie

  • Vogel. In: Gerhard Schricker (Hrsg.): Urheberrecht. Kommentar. 2. Auflage. Beck, München 1999, ISBN 3-406-37004-7
  • Dreier. In: Thomas Dreier/Gernot Schulze: Urheberrechtsgesetz. 2. Auflage. München: Beck 2006 ISBN 340654195X
  • Cornelie von Gierke: Die Freiheit des Straßenbildes (§59 UrhG). In: Hans-Jürgen Ahrens (Hrsg.): Festschrift für Willi Erdmann. Zum 65. Geburtstag. Heymann, Köln u.a. 2002, S. 103-115, ISBN 3-452-25191-8

Weblinks

Einzelnachweise

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