Category:Schule Kurdamm

Schule Kurdamm (de); Schule Kurdamm (en) Ehemalige Schule in Hamburg-Wilhelmsburg (de); Former school in Hamburg (en) Volksschule IV, Schule Hindenburgstraße, Evangelisch-Lutherische Volksschule Schluisgrove, Sprachheilschule Wilhelmsburg, Regionales Bildungs- und Beratungszentrum Wilhelmsburg, ReBBZ Wilhelmsburg (de)
Schule Kurdamm 
Former school in Hamburg
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Instance ofschool building
Location Wilhelmsburg, Hamburg, Hamburg-Mitte, Germany
Street address
  • Kurdamm 8
53° 29′ 41.78″ N, 9° 59′ 30.44″ E
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Deutsch: Die Schule Kurdamm war eine staatliche Schule im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg, die Anschrift lautete Kurdamm 8. Das ehemalige Schulgelände befindet sich zwischen Georg-Wilhelm-Straße im Westen und der Peter-Beenck-Straße im Osten. Nördlich verläuft der Kurdamm, südlich die Trettaustraße. Noch erhalten sind u.a. zwei Kreuzbauten und eine Turnhalle (Seitzhalle).

Die Volksschule IV (auch Schule Hindenburgstraße) wurde 1906 gegründet.[1] Das Gebäude für diese Schule wurde 1906 an der heutigen Georg-Wilhelm-Straße 196 erbaut.[2] Die Schule war eine sechsstufige evangelisch-lutherische Volksschule. Die damalige Anschrift lautete Harburger Chaussee 196, später Hindenburgstraße 196, danach Georg-Wilhelm-Straße 196. Der Name der Schule lautete Volksschule IV Wilhelmsburg-Reiherstieg. 1913 ließ Schulrektor Heinrich Stahlbock über dem Schulportal das Herdersche Motto "Licht - Liebe - Leben" anbringen. Diese Bezeichnung wurde auch als Name Schule Licht, Liebe, Leben geläufig. 1934 wurde die Schule offiziell in Ev.-luth. Volksschule Schluisgrove umbenannt.[3] Der Betrieb als konfessionelle Schule dauerte bis 1937 an.[1]

Im Zweiten Weltkrieg wurde Wilhelmsburg stark zerstört, das Schulgebäude blieb jedoch fast ohne Schaden. Die nun staatliche Schule wurde in Schule Georg-Wilhelm-Straße 196 umbenannt. 1961 erhielt die Schule ein neues Schulgebäude am Kurdamm 8.[3] Die Neubauten am Kurdamm wurden 1961 nach Entwürfen des Hamburger Hochbauamtes errichtet,[2] in welche die Schule 1961 umzog.[1] Die beiden Kreuzbauten wurden bereits am 30. Dezember 1960 abgenommen.[4] Die Einweihung der Kreuzbauten mit 16 Klassenräumen und einer Pausenhalle fand im Februar 1961 statt.[5] 1970 kamen Pavillons hinzu, 1971 der Fachtrakt.[2] Die Schule Kurdamm war von 1964 bis 1986 eine Realschule und wurde 1991 geschlossen.[3] Der verbliebene Schulbetrieb zog in die Schule am Stübenhofer Weg.[6]

In die Gebäude am Kurdamm zog bis zum Sommer 2006 die Sprachheilschule Wilhelmsburg, die damit erstmals ein eigenes Schulgebäude hatte.[3] 2006 wurde der Altbau bis auf das Portal und die Grundmauer abgerissen,[7] als Grund wurde Einsturzgefahr angegeben, da die Pfahlgründung wegen sinkenden Grundwassers morsch sei.[8] Zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde die Sprachheilschule Wilhelmsburg (Kurdamm 8) mit der Förderschule Karl-Arnold-Ring (Karl-Arnold-Ring 11) und der Willi-Kraft-Schule (Zeidlerstraße 50) unter vorläufiger Weiternutzung der Schulgebäude zusammengelegt, und zum Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum Wilhelmsburg (ReBBZ Wilhelmsburg) geformt.[9]

Mit der Eröffnung des ReBBZ-Standorts Krieterstraße als Teil des Bildungszentrums “Tor zur Welt” zog die Schulbetrieb vom Kurdamm 2013 dorthin um.[10] Seitdem stehen die beiden zweigeschossigen Kreuzbauten leer, am Rande des Schulgeländes sind Wohncontainer für Flüchtlinge und Migranten aufgestellt.[11]
  1. a b c Uwe Schmidt: Hamburger Schulen im „Dritten Reich“, Band 2 (Anhang: Verzeichnis der Schulen von 1933 bis 1945). Hamburg 2010, S. 803. (doi:10.15460//HUP/BGH.64.101)
  2. a b c Boris Meyn: Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus. Hamburg 1998, S. 541. (Inventarnummer 516)
  3. a b c d Kurdamm (1903-1991), Bestand im Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg (Signatur 362-3/103)
  4. Hamburgische Bürgerschaft (Hrsg.): Sicherheitsmängel an „Kreuzbauten“ im Brandfall, Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Sybill Buitrón Lübcke (CDU) vom 8. Oktober 1997 und Antwort des Senats vom 17. Oktober 1997. Drucksache 16/5, 16. Wahlperiode.
  5. Schuleinweihung mit Zigeunermusik. In: Hamburger Abendblatt, 25. Februar 1961, S. 3.
  6. Chronik der Schule Kurdamm
  7. Fotos auf Schule Licht Liebe Leben, Website alt-wilhelmsburg.de
  8. Jochen Gipp: Einsturzgefahr auf der Elbinsel. In: Hamburger Abendblatt, 28. November 2006.
  9. Verordnung über Maßnahmen im Rahmen der Schulorganisation im Schuljahr 2012/2013 und über die Gründung von Regionalen Bildungs- und Beratungszentren vom 20. Dezember 2012, HmbGVBl. 2013, S. 6.
  10. ReBBZ oder doch lieber Sprachheilschule? In: WIP Stadtteil- und Onlinemagazin für die Elbinsel Wilhelmsburg.
  11. Bestehende und geplante Unterkünfte für Flüchtlinge im Bezirk Hamburg-Mitte, Unterkunft Georg-Wilhelm-Straße (Schule Kurdamm) mit 126 Plätzen in Wohncontainern (Abgerufen im Dezember 2020)

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